Es ist ruhig und friedlich im Pfaffengrund. Ca. 30% der Bevölkerung sind über 60 Jahre alt und der Anteil steigt weiter. Deshalb wird es vermutlich auch ruhig im Pfaffengrund bleiben. Nur hin- und wieder wird diese Ruhe durch das Frühlings- und das Straßen- und Siedlerfest durchbrochen. Gut organisierte Feste vom Stadtteilverein Pfaffengrund, der sich viel Mühe macht, um diese Feste als Bestandteil des Gemeinwohls zu erhalten.
Doch so schön und idyllisch ist es nicht im Pfaffengrund:
Die Poststelle wurde nach Eppelheim verlegt, etliche Briefkästen wurden abmontiert. Der Polizeiposten wird geschlossen, er soll aus finanziellen Gründen mit Wieblingen fusionieren. Angeblich sei die Polizei dann effizienter.
Alle verantwortlichen Gruppen im Stadtteil haben das ohne großen Protest akzeptiert. Nicht so die ödp: Wir haben 1680 Unterschriften gegen die Schließung des Postens gesammelt und damit ein gutes Drittel der Bevölkerung überzeugen können.
Seit Dezember hat der Pfaffengrund eine S-Bahnhaltestelle, die u.a. den Namen Pfaffengrund trägt. Aber das dürfte auch schon die einzige Gemeinsamkeit sein. Es gibt quasi keinen nennenswerten Anschluss an die S-Bahn. Und wiederum aus finanziellen Gründen soll dies auch so bleiben.
Es gibt keinen Treff für Kinder ab 14 Jahre und Jugendliche. Die können ja in die Stadt gehen.
So verkümmert der schöne Pfaffengrund zur Rentnerinsel. Wir wollen das nicht. Wir, die ödp, werden durch gute Kommunalpolitik den Pfaffengrund wieder beleben. Durch die Einbindung vieler Meinungen und Vorschläge wollen wir erreichen, dass der Stadtteil nicht stirbt.
Wir fordern daher:
Erhalt des Mittelfeldes als klimatisch-ökologisches Gebiet
Nach dem Franz Noack, der Spitzenkandidat der ödp zusammen mit ansässigen Bauern die Landesgartenschau verhindern konnte, steht der Stadtpark immer noch im Raum. Da auch durch einen Stadtpark Landwirte in ihrer betrieblichen Existenz bedroht wären, wiederholen wir unser Bekenntnis für die dort ansässigen Bauern einzutreten. Wir sagen ohne wenn und aber ein klares Ja zum Erhalt dieser klimatisch-ökologischen Lunge, die für die gesamte Stadt Heidelberg wichtig ist.