Kreisverband Heidelberg

Gut so: Müll-Reduktion ist besser als Recycling

Die nachfolgenden Texte stammen aus dem Kommunalwahlprogramm 2004. Ein aktuelles Konzept wird bis Frühjahr 2011 erarbeitet.

 

Nichtsdestoweniger legen wir eine Lektüre ans Herz.

 

Die Abfallpolitik der Stadt Heidelberg ist seit Beginn der getrennten Einsammlung zwar recht erfolgreich, da die Menge an Restmüll deutlich gesenkt werden konnte. Aber dennoch ersticken wir im Müll. Vor allem zuletzt hat sich der produzierte Müll nicht mehr verringert.

Das Umweltbewusstsein, dass die Bürgerinnen und Bürger in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts auszeichnete, hat sich bedauerlicherweise wieder sehr reduziert. Mehr als die Hälfte des Restmülls könnte man kompostierten oder wiederverwerten.

An der Abfallbeseitigung des Mülls hat sich in Heidelberg nicht viel verändert. Immer noch wird zu viel Müll teuer und ökologisch schädlich verbrannt. Das aber heißt: Schadstoffe freisetzen, z.B. Schwermetalle und Dioxine.

Politik muss dafür sorgen, dass möglichst wenig Müll entsteht. Müll-Reduktion ist auf alle Fälle besser als Recycling. Immer noch wird zuwenig Aufklärungsarbeit seitens der Stadt geleistet.

Die Stadt Heidelberg kann Eigenverantwortlichkeit unterstützen und die Problemlösung koordinieren. Lineare Abfallgebühren (je mehr Müll, desto höher die Gebühren) werden z. B. durch das Banderolensystem (Gebühr pro Abholung) ermöglicht. Sie sind geeignete Mittel, jeden Verbraucher zu einer Mülleinsparung zu motivieren. Die pauschale Grundgebühr soll abgeschafft und das Banderolensystem oder das Computerplakettensystem  generell eingeführt werden. Müll-Vermeider werden dadurch belohnt.

Konkrete Forderungen der ödp:

  • Kündigung des Vertrages mit dem Dualen System Deutschland
    „Gelbe Tonne“
  • Abfallberatungsstellen auch für Privathaushalte
  • Mehr Werbung für Mehrweg
  • Häufigere Schadstoffsammlungen an zentralen Plätzen in den Stadtteilen